Abstract Steinhart (37/2013)

Der zweihundertste Geburtstag von Karl Ludwig von Urlichs (1813-1889) bietet den Anlass, an das vielfältige Wirken eines universellen Gelehrten zu erinnern, der sich in besonderer Weise für die Universität Würzburg und für das Gymnasialschulwesen in Bayern eingesetzt hat. 1834 in Bonn promoviert, danach in Rom, Bonn und Greifswald (in dieser Zeit auch Abgeordneter in zwei Parlamenten) tätig, hat Urlichs seit 1855 in Würzburg als „Professor für Philologie und Ästhetik“ gelehrt und darf als Begründer der Klassischen Archäologie an dieser Universität gelten. Urlichs publizierte zur antiken Literatur und Kunst, zu Germanistik, Kunstgeschichte und Wissenschaftsgeschichte; seinem Einsatz für die Universitätssammlung ist vor allem die Erwerbung der rund 500 bedeutenden Vasen aus der Sammlung Feoli zu verdanken. Zudem war Urlichs mehrfach Dekan der Philosophischen Fakultät und 1885/86 Rektor der Universität.