Abstract Schwinge (38/2014)

Der Aufsatz erörtert zwei Probleme der Interpretation der Thesmophoriazusen des Aristophanes: Wie ist, erstens, im Eingang des Stücks die von Euripides und Agathon geführte Diskussion des poetologisch-rhetorischen Prinzips der Mensch-Stil-Analogie zu verstehen? Und wie, zweitens, die totale Kehrtwendung, die Euripides gegen Ende des Dramas in seiner Haltung gegenüber den Frauen vornimmt, indem er gelobt, in Zukunft in seinen Tragödien nichts Böses mehr über sie zu sagen. Es erweist sich, dass Aristophanes in beiden Fällen, im ersten mehr unmittelbar, im zweiten mittelbar, seine Hochachtung des Tragikers Euripides formuliert.