Abstract Encinas Reguero (34/2010)

Im Gegensatz zu Aischylos, der in seinen Sieben gegen Theben eine parteiische Sicht des Konfliktes zwischen Eteokles und Polyneikes und folglich zwischen den Thebanern und Argivern gibt, versucht Euripides in seinen Phönissen nachdrücklich, einen Eindruck von Unparteilichkeit den beiden Seiten gegenüber zu schaffen. Konkret bedeutet das, dass er Polyneikes in die Handlung integriert und die Hauptrolle des Eteokles begrenzt. Im Allgemeinen blendet er die Feindschaft zwischen den zwei Heeren aus und zeichnet ein positiveres Bild der Argiver, mit der Ausnahme freilich des Kapaneus.